
Knuspriges Brathendl mit Semmel-Zwetschgen-Fülle

Knuspriges Brathendl mit Semmel-Zwetschgen-Fülle

Knuspriges Brathendl mit Semmel-Zwetschgen-Fülle

Semmel-Zwetschgen-Fülle

Knuspriges Brathendl mit Semmel-Zwetschgen-Fülle
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1 großes Brathuhn – wie heute 2.100 g - alternativ zwei kleinere
grobes Salz
3 TL scharfes Paprikapulver
5 EL Honig
1 TL Tabasco
3 Esslöffel Öl
1-2 großes Baguette - in 1Hendl paßt ein geschnittenes Baguette
1 Ei
1 EL frische, gehackte Petersilie
gemahlene Muskatnuss
Pfeffer aus der Mühle
grobes Salz
1/8 - 1/4 l kalte Milch
1 Haferl Wasser
- 2 TL Instant-Brühe oder 5 Würfel eingefrorene Brühe
- Sojasauce
- Salz
- Pfeffer
- 1 Teelöffel fertiges Gewürz für Geflügel
Honig für die Sauce
1 Haferl kaltes Wasser zum Übergiessen
1 Haferl kaltes Wasser zum Nachfüllen der Sauce
350 g getrocknete Pflaumen
Falls es sie zu kaufen gibt und für den der es mag: pro Person 5 Maroni
Das Hendl muss innen und außen gewaschen werden. Außen abtupfen, innen und außen kräftig mit grobem Salz salzen.
Die Semmeln oder das Baguette mit der Brotmaschine in Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben. Die Milch, das Ei, die geschnittene Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben. Etwa 10 der getrockneten Pflaumen in kleine Stücke schneiden, zum Semmelteig geben. Alles mit den Händen fest kneten. Der Teig muss sehr fest sein.
Das Hendl wird nun an den Brustseiten unter der Haut mit Pflaumen gefüllt. Dazu löst man die Haut an der Öffnung des Hendls leicht ab und schiebt die ganzen getrockneten Pflaumen - ca. 10 auf jeder Brustseite - unter die Haut.
Jetzt wird das Hendl mit dem Semmel-Teig gefüllt. Die ganze Masse fest in den Bauch des Hendls hinein drücken. Die Öffnung muss mit einem Spießerl verschlossen werden, dabei nehme ich die Haut des Hendls, lege sie übereinander und stecke das Spiesserl durch. Dazu eignet sich am besten eine Rouladennadel aus Metall.
Die Beine des Hendls müssen mit einem festen Faden in Form gebracht werden. Um die Knorpel einen langen festen Faden binden, zusammenziehen, die Beinchen eng aneinander sind. Den Rest des Fadens wickle ich wie eine „8" um das Spiesserl, mache eine Schleife, die später leicht auf zu machen ist.
Die Flügerl werden mit etwas Alufolie umwickelt, damit sie beim Braten nicht verbrennen.
Das so vorbereitete Hendl kommt nun mit der Brustseite - dort wo die Pflaumen unter der Haut sind - aufs Gitter in das auf 150 Grad vorgeheizte Bratrohr - mittlere Schiene. Darunter liegt das Backblech, auf das man sofort eine Tasse Wasser gießt.
Wer viel Sauce möchte, kann auf das Backblech zum Beginn des Bratens eine Reine stellen. Die Flüssigkeitsmenge, die Pflaumen s.u. und die Gewürze müssen dann entsprechend mehr sein.
Sollte der Semmelteig nicht ganz im Hendl Platz haben, forme ich aus dem Rest einen Knödel, der mit dem Hendl im Rohr vor sich hin gart.
Jetzt bereitet man die Honigsauce vor, mit der das Hendl während der gesamten Backzeit bestrichen wird:
In eine Schale gibt man den Honig, das Paprikapulver, den Tabasco und das Öl. Alles solange verrühren bis man eine sämige Sauce hat, die richtig süß-scharf schmecken muss.
Das Hendl muss nach etwa 15 Minuten das erste Mal bestrichen werden. Mit einem Pinserl trägt man die sämige Honig-Sauce auf. Gleichzeitig wieder etwas Wasser aufs Backblech oder in die Reine geben.
Nach einer halben Stunde muss das Hendl umgedreht werden, die Brüsterl schauen jetzt nach oben, diese Seite vom Huhn wird sofort wieder mit der Sauce eingestrichen. In die Sauce auf dem Backblech oder der Reine kommen etwa 15 ganze, getrocknete Pflaumen.
Die Prozedur ist während der gesamten Bratzeit - etwa 2 Stunden bei 150 Grad - erforderlich. Bei jedem Einstreichen tropft die Sauce aufs Backblech oder in die Reine. Deshalb muss man immer wieder ein wenig Wasser nachgießen, damit die feine Sauce nicht anbrennt.
Etwa 15 Minuten vor Ende der Bratzeit bereitet man ein Haferl - in ein Haferl passt etwa ¼ l Flüssigkeit - mit Wasser, etwas Brühe, Salz, Pfeffer, fertigem Hendlgewürz und einem Schuss Sojasauce vor. Kräftig mit einem kleinen Schneebesen oder einer Gabel vermischen.
Diese Mischung kommt zur anderen Sauce aufs Blech oder in die Reine. Das Hendl wird gleichzeitig mit einem Haferl kaltem !! Wasser übergossen, damit die Haut beim Essen noch mehr knuspert. Die Flügerl werden vordichtig von der Alufolie befreit, so, dass der obere Teil der Flügerl nicht abreißt. Die Temperatur jetzt auf 180 Grad erhöhen.
Die Brüsterl werden während des Backens sehr dunkel aussehen. Sie sind aber nicht verbrannt, sondern die Pflaumen schauen unter der Haut durch.
Die Sauce abschmecken, mit Honig nachwürzen, ggf. mit etwas scharfem Paprikapulver und Salz - je nach Gusto.
Vor dem Servieren wird das Hendl tranchiert. Die Sauce bleibt in der Zeit noch im abgeschalteten Bratrohr. Zuerst entfernt man den Faden und das Spiesserl. Mit einem scharfen Messer werden die Keulen abhebelt, die Flügerl schneidet man auch vorsichtig mithilfe des Messers ab. Nun werden die Brüsterl sanft mit dem Messer herausgeschnitten und abgehoben, damit die knusprige Haut nicht zerstört wird.
Die Hühnerteile auf eine Platte legen. Erst jetzt wird die Fülle aus dem Huhn herausgenommen. Vorsichtig mit einem Löffel, sodass die Form erhalten bleibt. Auf einem extra Teller wird diese gigantische Leckerei in Scheiben geschnitten - sie ist die Beilage zum Hendl auf Honigsauce.
Die Sauce aus dem Backrohr nehmen, in eine Schüssel oder eine Saucière gießen.
Auf Tellern etwas vom Brüsterl mit der knusprigen Zwetschgenhaut, ein Flügerl oder ein Haxerl anrichten, eine Scheibe der Fülle und Sauce anrichten.
Den Rest der Fülle, der Hendlteile, ggf. den Zwetschgensemmelknödel und die Sauciere stellt man zum „Nachfassen" auf den Tisch.
Wir essen dazu gerne einen Herzerl-Salat, zu dem man jede beliebige Salatsauce anbieten kann. Wenn die Fülle des Hendls für alle nicht ausreichend sein sollte, schmecken dazu gekochte Kartoffelknödel hervorragend.
Wenn es Maroni zu kaufen gibt, sollte man sie zu diesem absoluten Schmankerl servieren. Man kann sie leicht zubereiten:
Die Schale kreuzförmig einschneiden, in einer heißen Pfanne mit etwas Wasser zugedeckt knusprig rösten. Sie brauchen etwa 15-20 Minuten, bis sie eßbar sind, deshalb muss man sie zeitgerecht vorbereiten. Auch hier muss man aufpassen, dass die Maroni nicht verbrennen! Wenn die Maroni in der Pfanne sind, muss deshalb die Temperatur reduziert werden.
GUTEN APPETIT!!!
